Guter und schlechter Reichtum


Dienstag, 20. Woche 

Guter und schlechter Reichtum 
Ist es immer Sünde, wenn jemand viel Geld besitzt? 
Heute warnt Jesus vor schlechtem Reichtum. Nicht immer ist Reichtum eine schlechte Sache. Es gibt guten und schlechten Reichtum. Der Reiche im Gleichnis hat schlechten Reichtum. Er denkt nur an sich, an sein Geld, an seinen Besitz, an sein Vergnügen. 
Er ist unsensibel, er nimmt es leider gar nicht wahr, wenn jemand traurig ist. Er checkt es einfach nicht. Deshalb tröstet er keinen Traurigen. Traurige trösten, das ist ein wunderbares Werk der Barmherzigkeit. Aber der Reiche kommt nie dazu. 
Er denkt auch nicht an die, die Hunger haben. Er hilft niemandem. Er denkt nur an sich selbst. Hungrige speisen, das ist so ein großartiges Werk der Barmherzigkeit. 

Das ist der gute Reichtum: Wenn wir mit liebendem Herzen und mit offenen Augen die Welt und die Menschen anschauen und dann trösten und den Hunger der Menschen nach Möglichkeit stillen. Liebe denkt an die anderen, will die anderen glücklich machen. 
Was hat Carlo Acutis dazu gesagt? "Traurigkeit ist der Blick auf sich selbst, der Blick auf Gott und die anderen dagegen macht glücklich." 
Schlechter Reichtum ist der Blick darauf, was ich habe, Hauptsache mir geht's gut. 
Guter Reichtum ist der Blick auf Gott und die anderen, so dass ich wahrnehme, wie es ihnen geht und was sie brauchen. Dieser Blick hilft dazu, dass wir Traurige trösten und Hungrige speisen. 

Ich möchte an das berühmte Prinzip und Fundament des hl. Ignatius von Loyola erinnern:
Der Mensch ist geschaffen, Gott zu lieben, zu loben, Ihm zu dienen und so seine Seele zu retten. 
Die anderen Dinge in der Welt, also der materielle Reichtum, sind dazu da, dem Menschen zu helfen, sein Ziel - Gott zu lieben und seine Seele zu retten - leichter zu erreichen. 
Deshalb soll der Mensch alle geschaffenen Dinge soweit nutzen, als sie ihm helfen, sein Ziel leichter und besser zu erreichen; und soweit zu lassen, wie sie ihn dabei behindern, ans Ziel zu gelangen. 

Die Werke der Barmherzigkeit sind guter Reichtum. Nur wenn wir verstehen, dass die Werke der Barmherzigkeit den wahren Reichtum eines Menschen ausmachen, dann sind wir auf dem richtigen Weg, der zum Himmel führt. 

Werden wir deshalb reich an Werken der Barmherzigkeit, das ist guter Reichtum. 

Jesus, gib mir Liebe ins Herz. Bilde mein Herz nach deinem Herzen. Mach mich mitfühlend mit Menschen, die traurig sind. Hilf mir, dass ich sie tröste. Und gib mir ein großes Herz, dass ich Hungrigen zu essen gebe. 
Amen. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Richte die Augen deines Herzens auf Jesus

Geh durch das enge Tor!